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Informationsgrafiken

/ EINFÜHRUNG IN KAPITEL 8

Diese Hauptkategorie der Bewertung beschäftigt sich mit Informationsgrafiken und Diagrammen im Geschäftsbericht. Informationsgrafiken vermögen, anders als Fotografie, abstrakte, nicht direkt erfahrbare und häufig komplexe Zusammenhänge (Funktionen, Zeitabläufe, Strukturen oder Organisationsformen) visuell zu vermitteln. Ihnen gebührt im Geschäftsbericht deshalb eine besondere Rolle. Dazu werden die Unterkategorien generelle Qualität der Informationsgrafiken und Diagramme und die Aussagekraft und Unternehmensbezogenheit unterschieden.   

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8.2 Generelle Qualität der Informationsgrafiken und Diagramme 

Informationsgrafiken und Diagramme sollten verständlich und wahrnehmungsfreundlich gestaltet sein. Der Aufbau der Grafik muss sich den Lesern erschließen, was eine nachvollziehbare Farbdifferenzierung und eine eindeutige und zugeordnete Beschriftung voraussetzt.

Im Einzelnen ist die konsequente Umsetzung von Funktion-, Titel- und Mengenverhältnissen zu prüfen. Die Darstellung muss in Beschriftung, Skalierung und in der Verwendung von Bezugslinien den tatsächlichen Mengenverhältnisse entsprechen. Häufig werden in Geschäftsberichten z.B. Umsatz-Diagramme und Gewinn-Diagramme nebeneinander platziert, jedoch mit unterschiedlichen Skalierungen versehen. Dies führt in der Wahrnehmung zu Irritationen bis hin zur Verfälschung. 

Informationsgrafiken sollten Sachverhalte prägnant und eigenständig erläutern, Grafik-Text-Redundanzen sollten vermieden werden. Gute Informationsgrafiken erzeugen Aufmerksamkeit für das Thema und sind darüber hinaus, im besten Fall, zudem innovativ gestaltet.

VERSCHIEDENE GESCHÄFTSBERICHTE
Abb. 1–3 Gildemeister 2013. Abb. 4–5 Fresenius Medical Care 2011. Abb. 6–7 BMW 20??. Abb. 8 ProsiebenSat1 20??.

BECHTLE
Geschäftsbericht 2011

KUONI
Geschäftsbericht 2012

MORPHOSYS
Geschäftsbericht 2009

8.3 Aussagekraft und Unternehmensbezogenheit 

In dieser Kategorie wird geprüft, wie zukunftsbezogene Aussagen, das sind Prognosen, erwartete Chancen und insbesondere auch Risiken des unternehmerischen Handelns, visualisiert werden. 

Von besonderer Bedeutung ist, wie die Wechselbeziehungen, das Zusammenspiel und die Abhängigkeiten der Kapitalien eines Unternehmens visualisiert sind. Dies zielt auf nachhaltige Zusammenhänge der unternehmerischen Wertschöpfung. Unter Kapitalien sind die Finanzen, Produkte, Forschung und Entwicklung, Patente, die Mitarbeiter, Kunden und Lieferantenbeziehungen, gesellschaftliche und ökologische Aspekte gemeint. Die Wechselbeziehungen und Zusammenhänge sind in der Regel komplexer Natur und können besonders gut mit Hilfe von Informationsgrafiken vermittelt werden.

DEUTSCHE POST DHL
Geschäftsbericht 2017

8.4 »Best Practice« Beispiele im Videoformat

FRESENIUS MEDICAL CARE AG & Co. KGaA
Geschäftsbericht 2017

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